Schon vor der Ankunft des Babys auf der Welt denkt jede Mama darüber nach, ob sie Wegwerfwindeln oder eher Stoffwindeln verwenden wird. Es geht dabei nicht nur um Finanzen, sondern auch um Ökologie und um schonendere Materialien für den Babypo. Welche Wickelmöglichkeiten gibt es also heute und welche Vor- und Nachteile haben die einzelnen Typen?
Wegwerfwindeln
Wegwerfwindeln sind heutzutage die am häufigsten verwendeten Windeln. Sie sind auch am leichtesten erhältlich, und es ist keine große Anfangsinvestition nötig, sondern sie werden je nach Bedarf nachgekauft. Die Gesamtkosten erreichen allerdings einen höheren Betrag als bei Stoffwindeln. Durch die Verwendung von Wegwerfwindeln entsteht eine große Menge an Abfall, der sich über Hunderte von Jahren zersetzt.
Vorteile von Wegwerfwindeln sind ihre hohe Saugfähigkeit und nach dem Geschäft muss man sie nur einpacken und wegwerfen.
Die bessere Variante für Babypos sind ökologische Wegwerfwindeln, die schonender für die Babyhaut sind, sich in der Natur besser abbauen und dank der Materialien, aus denen sie hergestellt werden, weder Chlor enthalten noch parfümiert sind. Ihr Preis ist allerdings im Vergleich zu herkömmlichen Wegwerfwindeln höher.
Stoffwindeln
Mit Stoffwindeln ist es heutzutage nicht mehr so aufwendig wie noch vor 30 Jahren. Heute gibt es auf dem Markt mehrere Systemarten, die man miteinander abwechseln kann, oder die Mama wählt einfach das System, das ihr gerade am besten passt. Es handelt sich um AIO (All-in-one – wird genauso angelegt wie eine Wegwerfwindel), SIO (Snap-in-one – ähnlich wie AIO, nur werden die einzelnen Lagen mithilfe von Druckknöpfen miteinander verbunden) oder Überhosen + Saugeinlage (klassische Mullwindeln oder Windelhosen). Mehr Informationen zu den einzelnen Systemen lesen Sie im Artikel Woche der echten Windeln und Stoffwindeln.
Vorteile von Stoffwindeln
- Kein Abfall,
- sie können auch für weitere Kinder verwendet werden,
- schonender für den Babypo,
- schöne Muster
- ideal in Kombination mit der windelfreien Kommunikationsmethode.
Nachteile von Stoffwindeln
- Höhere Anfangsinvestition, da genügend Windeln angeschafft werden müssen, damit sie laufend gewaschen und gleichzeitig verwendet werden können.
- Sie müssen gewaschen werden, was einen höheren Energieverbrauch bedeutet, und bei Stuhlgang müssen sie vor dem Waschen eingeweicht werden.
- Man muss häufiger wickeln, weil sie nicht so saugfähig sind, was beim Abgewöhnen von der Windel von Vorteil sein kann.
- Überhosen dürfen nicht im Trockner getrocknet werden, sondern müssen an der Luft trocknen, damit ihre wasserundurchlässige Funktion nicht beschädigt wird.
- Bei der Verwendung von Mullwindeln muss man lernen, wie man die Windeln faltet.
Manche Mamas nutzen gerne eine Kombination aus Wegwerf- und Stoffwindeln. Zu Hause wickeln sie bequem mit Stoff, aber für Ausflüge oder zum Arzt greifen sie lieber zur Wegwerfwindel, weil sie einfacher zu handhaben ist und man auch keinen Windelbeutel mitnehmen muss, in dem die Windeln wieder nach Hause zum Waschen getragen werden. Gleichzeitig werden Wegwerfwindeln bei Neugeborenen häufiger verwendet, damit der erste Urin und Stuhl aufgefangen werden und man rechtzeitig erkennt, wenn das Kind zum Beispiel ein Nierenproblem hat. Oder es kann ein sehr kleines Baby geboren werden, und selbst die kleinsten Stoffwindeln können ihm noch zu groß sein, sodass die Wegwerfwindeln besser dienen.
Ganz gleich, ob Sie sich für Wegwerfwindeln oder Stoffwindeln entscheiden, immer sollte auf das Baby Rücksicht genommen werden, und bei starken Wundstellen oder jeglichen Problemen mit Windeln kann man einen anderen Typ ausprobieren.





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