Schon bevor eine Frau schwanger wird, hat sie meist eine Vorstellung davon, wie viele Kinder sie gern hätte. Am häufigsten sind zwei, es ist jedoch keineswegs ungewöhnlich, dass manche Paare nur ein Kind möchten oder umgekehrt drei und mehr. Was spielt bei der Entscheidung eine Rolle, ob man ein Einzelkind haben oder dem Kind ein Geschwisterchen schenken soll? Jede Variante hat ihre Vor- und Nachteile, schauen wir sie uns gemeinsam an.
Was die Entscheidung beeinflusst, ob man noch ein Kind haben möchte oder nicht
Es gibt viele Faktoren, die bei der Entscheidung eine Rolle spielen, ob man mehr als nur ein Kind haben möchte. Welche sind die häufigsten?
- Platz - die Familie lebt in einer kleineren Wohnung/einem kleineren Haus und hat nicht genügend Platz für mehrere Kinder oder möchte nicht, dass sie sich in einem kleinen Zimmer drängen.
- Finanzen - viele Familien haben nicht genügend finanzielle Mittel, um mehrere Kinder zu versorgen. Oder sie möchten ihrem Einzelkind das Beste gönnen, was mit der Ankunft eines Geschwisterchens nicht mehr möglich wäre.
- Alter - heutzutage ist es nicht ungewöhnlich, dass Frauen erst in einem späteren Alter gebären, sagen wir mit 40+. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko einer sekundären Unfruchtbarkeit, gesundheitlicher Komplikationen, weniger Energie für die Betreuung des Kindes usw.
- Gesundheit - das erstgeborene Kind kann wegen einer Erkrankung mehr Betreuung benötigen, und die Eltern können sich dann nicht vorstellen, sich auch noch um ein weiteres Kind zu kümmern.
- Trauma bei der Geburt oder Wochenbettdepression - die Psyche der Frau spielt bei der Betreuung des Kindes eine sehr wichtige Rolle, und wenn sie das Thema Geburt nicht verarbeitet hat oder eine schwere Wochenbettdepression durchgemacht hat, kann sie vor einer Wiederholung mit einem weiteren Kind Angst haben.
- Ein anstrengenderes Kind - wenn in die Familie ein Kind geboren wird, das wenig schläft, oft weint, ständig gestillt werden will, ununterbrochen getragen werden möchte, im Kinderwagen weint, im Auto weint, eine tiefe Trennungsangst hat usw., dann ist der Spruch „ein Kind, kein Kind“ in diesem Fall völlig fehl am Platz, und es ist kein Wunder, dass Eltern Angst haben, dass ihnen ein ebenso anstrengendes oder noch anstrengenderes Baby geboren wird.
- Omas und Opas - wenn in der Familie Großeltern fehlen, die bei der Betreuung der Enkelkinder helfen könnten, kann das eines der Hindernisse sein, warum man die Familie nicht um ein weiteres Mitglied erweitert.
- Verlust eines Kindes - egal ob eine Frau einen Verlust in einem späteren Stadium der Schwangerschaft, bei der Geburt oder kurz danach erlebt, kann das ihre Haltung gegenüber einer weiteren Schwangerschaft stark beeinflussen.
Vor- und Nachteile von Geschwistern
In Familien geht es am häufigsten um Folgendes:
- bei Spielzeug wird gespart;
- bei Kleidung wird gespart;
- Kinder lernen nicht nur von ihren Eltern, sondern auch voneinander;
- Kinder können das Teilen von Spielzeug, Kompromisse und die Fürsorge für andere üben;
- Eltern müssen häufig Geschwisterkonflikte lösen;
- die Eltern müssen ihre Aufmerksamkeit auf mehrere Kinder verteilen und können sich nicht jedem von ihnen ständig voll und ganz widmen;
- höhere Kosten;
- Eltern haben weniger Freizeit.
Einzelkinder vs. mehrere Kinder
Einzelkinder wünschen sich meist Geschwister. Diejenigen, die Geschwister haben, denken wiederum, dass es Einzelkinder besser haben, weil sie ihre Mama und ihren Papa mit niemandem teilen müssen. Einzelkinder hätten jedoch gern einen Kumpel und Verbündeten.
Über Einzelkinder sagt man, sie seien verwöhnt, weil ihnen die Eltern alles gönnen, was sie wollen. So ist es nicht in allen Familien; es hängt immer von den Eltern und ihrem Erziehungsstil ab.
Wenn ein Kind Geschwister hat, muss es im Erwachsenenalter schwierige Situationen vielleicht nicht allein bewältigen. Als Kinder und Jugendliche streiten sie sich oft oder beschimpfen sich. Später sind sie jedoch häufig froh, einander zu haben. Zugleich können sie ihre Kräfte in der Pflege ihrer Eltern aufteilen, wenn diese das einmal brauchen.
Auch auf das Mittelkind-Syndrom sollte man achten, da das mittlere Kind oft übersehen wird, weil sich die Eltern am meisten auf das älteste und das jüngste konzentrieren.
Zum Schluss
Pauschal lässt sich nicht sagen, ob es besser ist, ein Kind oder mehrere Kinder zu haben. Das ist sehr individuell, und jede Familie sollte dazu ihren eigenen Standpunkt einnehmen. Bei Einzelkindern ist es gut, öfter mit anderen Kindern zusammenzukommen, damit sie sich an eine größere Gruppe gewöhnen. Das erstgeborene Kind sollte man wiederum gut auf die Ankunft eines Geschwisters vorbereiten, damit es kein großer Schock für das Kind ist, dass Mama und Papa von einem Tag auf den anderen nicht mehr sozusagen auf Abruf da sind.
Ein Kind auf die Welt zu bringen ist ein Wunder, und selbst eine ungeplante Empfängnis kann in einer schönen familiären Harmonie münden.





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